SPAS – Sprachförderung in der beruflichen Bildung

Das Berliner Projekt begreift die Sprache als eine wichtige berufliche Handlungskompetenz. Zentraler Ansatz des Projekts ist das Konzept und die Umsetzung der integrierten Sprachförderung in nahezu allen Berufsfeldern. Hierfür unterstützen der Bildungsträger GFBM e.V. und das Sprachbildungsinstitut (SWI) über 30 berufsbildende Schulen in Berlin. Denn nicht nur für Jugendliche mit Migrationshintergrund als Bildungsbenachteiligte, sondern zunehmend auch für deutschsprachige Schülerinnen und Schüler ist die Bewältigung von kommunikativen beruflichen Anforderungen ein Problem. Eine standardisierte Sprachstandsfeststellung, vom SWI entwickelt, erprobt und evaluiert, bietet eine Basis für individuelle Förderung sowie Unterrichtsgestaltung in heterogenen Lerngruppen.

Für den zielgerichteten Kompetenzerwerb in diesem Handlungsfeld erstellten Lehrerinnen und Lehrer der berufsbildenden Schulen mit sprachwissenschaftlicher Begleitung Lernmaterialien und Handreichungen in schulübergreifenden und interdisziplinären Facharbeitsgruppen. Die Fortbildungen des SWI untermauern die Kompetenzentwicklung des pädagogischen Personals aller SPAS-Schulen. Die Fachlehrkräfte sind für die Sprachförderung sensibilisiert und können entsprechende binnendifferenzierende Materialien gezielt einsetzen.

Die für diese fachübergreifende Abstimmung notwendige Koordination übernehmen an den Projektschulen Sprachbeauftragte. Parallel zur eigenen Professionalisierung achten sie darauf, dass Sprachförderung systematisch als Schulentwicklungsprozess im schulinternen Curriculum sinnvoll eingefügt und verankert wird. Dieser Schritt wird im SPAS-Projekt durch Qualifizierungs- und Beratungsprogramme an Schulen begleitet.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der interdisziplinären Erstellung und Erprobung der Unterrichtskonzepte durch die Lehrkräfte sowie im Implementierungsansatz der integrierten Sprachförderung an Schulen (Personalentwicklung).

Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend u. Wissenschaft, Berlin unterstützt und vom Sven Walter-Institut der GFBM gGbmH durchgeführt.

Projektleitung:
Magdalena Wiazewicz, Tel.: 030 61 77 64 430 E-Mail: wiazewicz@gfbm.de